Kill Zones sind an UTC-Zeiten gebunden, nicht an lokale Uhrzeiten — Zeitzonenumrechnung ist entscheidend.
Außerhalb der Kill Zones ist die Datenqualität für ICT-Setups oft geringer, weil weniger institutionelle Teilnehmer aktiv sind.
Was sind ICT Kill Zones?
Kill Zones sind feste, wiederkehrende Zeitfenster im Tagesverlauf, in denen institutionelle Handelsaktivität und damit Volatilität überdurchschnittlich hoch sind. Sie orientieren sich an den Öffnungszeiten der großen Finanzzentren — vor allem London und New York — sowie an der ruhigeren asiatischen Handelsphase davor.
Der Gedanke dahinter: Große institutionelle Orders werden nicht gleichmäßig über 24 Stunden verteilt platziert, sondern konzentrieren sich in bestimmten Fenstern. Wer diese Fenster kennt, kann seine Aufmerksamkeit gezielter einsetzen, statt den ganzen Tag über den Chart zu beobachten.
Die drei zentralen Kill Zones im 24-Stunden-Verlauf (UTC, Richtwerte).
Alle Uhrzeiten in diesem Artikel sind in der ICT-Community gebräuchliche Richtwerte, kein offizieller Standard. Prüfe zusätzlich immer die Zeitangabe deiner eigenen Handelsplattform.
Die wichtigsten Kill Zones im Überblick
Kill Zone
UTC (Richtwert)
Charakter
Asian Range
00:00–03:00
Ruhiger, oft Range-bound — definiert die Range für spätere Sweeps
London Open
07:00–10:00
Hohe Volatilität, häufige Sweeps der Asian-Range-Extreme
New York Open
12:00–15:00
Oft die volatilste Zone, teilweise Überschneidung mit dem Londoner Nachmittag
London Open Kill Zone
Mit der Eröffnung des Londoner Handels steigt die Liquidität in den meisten Forex-Paaren spürbar an. Häufig läuft der Preis zunächst in eine Richtung, um die während der Asian Range gebildeten Hochs oder Tiefs zu sweepen, bevor die eigentliche Tagesbewegung beginnt.
New York Open Kill Zone
Zur New-York-Eröffnung überschneiden sich Londoner und amerikanische Handelsaktivität noch teilweise — eine Kombination, die häufig zu den volatilsten Stunden des gesamten Handelstages führt. Für US-Indizes wie den NAS100 oder US30 gilt dieses Fenster oft als das wichtigste des Tages.
Asian Range
Die Asian Range unterscheidet sich in ihrem Charakter deutlich von London und New York: Statt starker, gerichteter Bewegung entsteht meist eine vergleichsweise enge Handelsspanne. Diese Range dient vielen ICT-Tradern als Referenzrahmen — ihre Extreme werden später häufig zu Zielen für Liquidity Sweeps während des London Open.
Asian Range: enge, seitwärts verlaufende Bewegung
London/New York Open: Sweep der Range-Extreme, dann gerichtete Bewegung
Warum sind Kill Zones so wichtig?
Ein Liquidity Sweep oder Market Structure Shift, der außerhalb aktiver Handelszeiten entsteht, hat oft weniger Aussagekraft — schlicht, weil weniger institutionelle Teilnehmer aktiv sind und dünnere Liquidität leichter zu unspezifischen Bewegungen führt. Innerhalb der Kill Zones steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Bewegung tatsächlich auf echtem institutionellem Orderfluss basiert statt auf zufälligem Rauschen.
Kill Zones und Zeitzonen
Da Kill Zones an UTC gebunden sind, verschieben sie sich aus deutscher Sicht je nach Jahreszeit: Im Winter gilt MEZ (UTC+1), im Sommer MESZ (UTC+2) — durch die Zeitumstellung wandert jede Kill Zone im Kalenderjahr um eine Stunde.
Kill Zone
UTC
Asian Range
00:00–03:00
London Open
07:00–10:00
New York Open
12:00–15:00
Im Sommer (MESZ, UTC+2) addierst du eine weitere Stunde zu den MEZ-Werten. Verlasse dich für den tatsächlichen Handel immer zusätzlich auf die Zeitangabe deiner Trading-Plattform.
Kill Zone Trading Strategie
Die typische Herangehensweise: Während der Asian Range wird eine Range definiert. Beim London Open sweept der Preis häufig eines der beiden Range-Extreme, bevor ein Market Structure Shift die eigentliche Richtung des Tages bestätigt. Wer diese Abfolge kennt, kann seine Aufmerksamkeit auf die Fenster konzentrieren, in denen sie am wahrscheinlichsten auftritt.
Häufige Fehler beim Kill-Zone-Trading
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Zeiten nicht auf die eigene Zeitzone umrechnenEin Fenster, das eine Stunde falsch berechnet wird, verpasst oder verfrüht jedes Setup systematisch.
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Sommer-/Winterzeit ignorierenOhne Anpassung an MESZ/MEZ verschiebt sich die eigene Beobachtung schleichend um eine Stunde.
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Außerhalb der Kill Zones krampfhaft nach Setups suchenRuhigere Phasen liefern seltener hochwertige, institutionell getriebene Bewegungen.
FAQ
Was sind ICT Kill Zones?+
Kill Zones sind feste Zeitfenster – etwa London Open oder New York Open – in denen institutionelle Handelsaktivität und Volatilität am höchsten sind. Innerhalb dieser Fenster entstehen die meisten aussagekräftigen ICT-Setups.
Welche Zeitzone nutzen Kill Zones?+
Kill Zones werden in der ICT-Community meist in UTC angegeben. Für deutsche Trader bedeutet das eine Umrechnung auf MEZ (UTC+1) im Winter bzw. MESZ (UTC+2) im Sommer.
Ist Trading außerhalb der Kill Zones sinnlos?+
Nein, aber die Wahrscheinlichkeit hochwertiger, institutionell getriebener Bewegungen ist außerhalb dieser Fenster geringer. Viele ICT-Trader beschränken sich bewusst auf die Kill Zones, um die Anzahl an Low-Quality-Setups zu reduzieren.
Welche Kill Zone ist die wichtigste?+
Es gibt keine einzelne „wichtigste" Kill Zone – das hängt vom gehandelten Instrument ab. Für die meisten Forex-Paare gelten London Open und New York Open als die aktivsten Fenster, für US-Indizes oft speziell die New-York-Eröffnung.
Teste dein Wissen
5 Fragen zu ICT Kill Zones — direkt auswerten, keine Anmeldung nötig.
Frage 1 / 5
Was sind Kill Zones?
Frage 2 / 5
Welche Zeitzone wird bei ICT Kill Zones meist als Referenz verwendet?
Frage 3 / 5
Wie verhält sich die Asian Range meist im Vergleich zu London/New York?
Frage 4 / 5
Was passiert häufig an den Asian-Range-Extremen beim London Open?
Frage 5 / 5
Bedeutet Trading außerhalb der Kill Zones automatisch ein schlechtes Setup?
Erstellt und laufend aktualisiert von der Redaktion — spezialisiert auf ICT Trading und die Konzepte des Inner Circle Trader. Bildungsinhalte, keine Anlageberatung. Mehr über uns